...und aus aktuellem Anlass hier einige Hinweise zum Aufstieg des Menschen
in die bewusste ALLES IST EINS Dimension:
Die Funktion der neuen Gesellschaft ist es,
die
Entstehung eines neuen Menschen zu fördern dessen
Charakterstruktur folgende Züge aufweist:
die Bereitschaft, alle Formen des Habens aufzugeben, um ganz zu sein
Sicherheit, Identitätserleben und Selbstvertrauen, basierend
auf dem Glauben an das,
was man ist, und auf dem Bedürfnis nach Bezogenheit, auf
Interesse, Liebe und Solidarität mit der Umwelt,
statt des Verlangens, zu haben,
zu besitzen und die Welt zu beherrschen und so zum Sklaven des eigenen
Besitzes zu werden
Annahme der Tatsache, daß niemand und nichts außer
uns selbst dem Leben Sinn gibt,
wobei diese radikale Unabhängigkeit und Nichtheit
(no-thingness)
die Voraussetzung für ein volles Engagiertsein sein kann, das
dem Geben und Teilen gewidmet ist
die Fähigkeit, wo immer man ist, ganz gegenwärtig zu
sein Freude aus dem Geben und Teilen,
nicht aus dem Horten und der Ausbeutung anderer zu schöpfen
Liebe und Ehrfurcht vor dem Leben in allen seinen Manifestationen zu
empfinden und sich bewusst zu sein,
dass weder Dinge noch Macht, noch alles Tote heilig sind, sondern das
Leben und alles, was dessen Wachstum fördert
bestrebt zu sein, Gier, Haß und Illusionen, so weit wie es
einem möglich ist, zu reduzieren
imstande zu sein, ein Leben ohne Verehrung von Idolen und ohne
Illusionen zu führen,
weil eine Entwicklungsstufe erreicht ist, auf der der Mensch keiner
Illusionen mehr bedarf
bestrebt zu sein, die eigene Liebesfähigkeit sowie die
Fähigkeit zu kritischem und unsentimentalem Denken zu
entwickeln
imstande zu sein, den eigenen Narzissmus zu überwinden und die
tragische Begrenztheit der menschlichen Existenz zu akzeptieren
sich bewusst zu sein, daß die volle Entfaltung der eigenen
Persönlichkeit und der des Mitmenschen das höchste
Ziel des menschlichen Lebens ist
Wissen, dass zur Erreichung dieses Zieles Disziplin und Anerkennung der
Realität nötig sind
Wissen, daß Wachstum nur dann gesund ist, wenn es sich
innerhalb einer Struktur vollzieht,
und den Unterschied zwischen »Struktur« als
Attribut des Lebens und »Ordnung« als Attribut der
Leblosigkeit, des Toten, zu kennen
Entwicklung des eigenen Vorstellungsvermögens,
nicht nur zur Flucht aus unerträglichen Bedingungen, sondern
als Vorwegnahme realer Möglichkeiten
andere nicht zu täuschen, sich aber auch von anderen nicht
täuschen zu lassen;
man kann unschuldig, aber man soll nicht naiv sein;
sich selbst zu kennen,
nicht nur sein bewusstes, sondern auch sein unbewusstes Selbst - von
dem jeder Mensch ein schlummerndes Wissen in sich trägt
sich eins zu fühlen mit allem Lebendigen und daher das Ziel
aufzugeben,
die Natur zu erobern, zu unterwerfen, sie auszubeuten, zu vergewaltigen
und zu zerstören,
und statt dessen zu versuchen, sie zu verstehen und mit ihr zu
kooperieren
unter Freiheit nicht Willkür zu verstehen, sondern die Chance,
man selbst zu sein - nicht als ein Bündel zügelloser
Begierden,
sondern als fein ausbalancierte Struktur, die in jedem Augenblick mit
der Alternative Wachstum oder Verfall, Leben oder Tod konfrontiert ist
Wissen, daß das Böse und die Destruktivität
notwendige Folgen verhinderten Wachstums sind
Wissen, daß nur wenige Menschen Vollkommenheit in allen
diesen Eigenschaften erreicht haben,
aber nicht den Ehrgeiz zu haben, das Ziel zu erreichend, eingedenk,
daß ein solcher Ehrgeiz nur eine andere Form von Gier und
Haben ist
was auch immer der entfernteste Punkt sein mag, den uns das Schicksal
zu erreichen gestattet - glücklich zu sein in diesem Prozess
stetig wachsender Lebendigkeit,
denn so bewusst und intensiv zu leben, wie man kann, ist so
befriedigend, daß die Sorge darüber, was man
erreichen oder nicht erreichen könnte, gar nicht erst aufkommt.
In der Zusammenfassung von Helmut Mühlbacher des Buches:
in Licht & Liebe
